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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Warnungen - chronologisch sortiert
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Hilfsaktion Noma e.V. (2)

Leichtfertiger Umgang mit Partnerschaften

14.08.2009 • Das wichtigste Guthaben jeder Hilfsorganisation ist ihr guter Name. Ein Mitglied oder Spender will darauf vertrauen können, dass sein Geld überwiegend für gute Taten verwendet wird. Deshalb sollten die Verantwortlichen seriöser Organisationen sehr genau prüfen, wem sie die Nutzung des eigenen Namens gestatten. Noch mehr Sorgfaltspflicht gilt für das Eingehen von Partnerschaften, weil es sich dabei um die Verwendung eigener Ressourcen handelt. Es zeigt sich, dass hier noch großer Aufklärungsbedarf besteht. Auf der Homepage von Hilfsaktion Noma e.V. sind verschiedene Förderer aufgeführt. CharityWatch.de hat einige von ihnen gefragt, worin die Unterstützung für Hilfsaktion Noma denn bestehe und welche Prüfung vor der Entscheidung, eine Förderung vorzunehmen, durchgeführt wurde. Außerdem wollten wir wissen, ob die von CharityWatch.de aufgeworfene Kritik an Hilfsaktion Noma etwas an der Zusammenarbeit ändert. Die Antworten sind zum Teil erschütternd. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V.

Verschleierte Fundraisingkosten

23.07.2009 • Gemeinnützige Arbeit kostet Geld, selbst wenn sie ehrenamtlich betrieben wird. Deswegen sind Hilfsorganisationen auf Spenden angewiesen. Dass auch die Gewinnung von Spenden Ausgaben verursacht ist schade, aber immer dann vertretbar, wenn sich die Kosten in einem angemessenem Rahmen bewegen und der Spender ihre Höhe kennt. Bei Hilfsaktion Noma e.V. ist beides in Frage zu stellen. Auf der Homepage werden zum Beispiel die Kosten verschleiert. Dort wird mit einer Kuchengrafik die Mittelverwendung 2007 suggestiv so dargestellt, als wären 100 Prozent der Gelder in Hilfsprojekte geflossen. Dieselbe irreführende Darstellung findet sich in der einmal jährlich veröffentlichten Zeitschrift „Noma Aktuell“ vom April diesen Jahres. Dabei sieht die Realität ganz anders aus: Von 2,85 Millionen Euro Spendeneinnahmen wurden 2007 für Mailings 2,25 Millionen Euro ausgegeben – stolze 79 Prozent! [mehr]

List-Image: Kinder in NigeriaPetra Meyer mit Kindern in Nigeria, Quelle: Childrens Project e.V.

Childrens Project e.V.

Auf Kosten der Kinder

14.07.2009 • Petra Meyer ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Childrens Project e.V. und hauptamtlich angestellt. Eindeutige Antworten auf Fragen sind nicht gerade ihre Stärke. Bei manchen Aussagen und Antworten entsteht sogar das Gefühl, als stecke eine gewisse Absicht dahinter – zum Beispiel wenn es darum geht, die fehlende Gemeinnützigkeit zu verschleiern. Wer sich gegen Frau Meyer stellt, muss mit verbalen Attacken unter der Gürtellinie rechnen. Dabei wäre es wesentlich Gewinn bringender, dieselbe Energie in die Projekte zu stecken. [mehr]

Aktion Tier – ehemals Deutsches Tierhilfswerk

Undurchsichtig und wenig Geld für Tierschutz

05.06.2009 • Ein Veruntreuungsskandal durch den damaligen Vereinsvorsitzenden bestimmte jahrelang die Schlagzeilen zum DTHW Deutschen Tierhilfswerk. Im Dezember 2005 beschloss die Mitgliederversammlung schließlich die Änderung des Vereinsnamens auf Aktion Tier – Menschen für Tiere. Trotz der negativen Erfahrungen ist der heute noch 210.000 Mitglieder zählende Verein nicht transparent geworden. Bei konkreten Anfragen von CharityWatch.de hüllten sich der Vorstandsvorsitzende Holger Knieling und seine Kollegen in Schweigen. Die Vereinseinnahmen in Höhe von jeweils gut zwölf Millionen Euro in 2006 und 2007 sind grundsätzlich streng vertraulich. Noch mehr gilt das für die Ausgaben. Trotzdem konnte CharityWatch.de einiges recherchieren, das in Summe kein gutes Bild auf den Verein und seine Führung wirft. [mehr]

List-Image: SpendendoseSpendendose des DKFW < br/> Bild: ADD

Deutsches Kinderförderwerk e.V.

Trotz Spendensammelverbot keine Verbesserungen erkennbar

03.06.2009 • Im November 2006 hat ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier ein Spendensammlungsverbot für Rheinland-Pfalz verhängt. Im März 2007 wurde dieses vom Oberverwaltungsgericht in Koblenz bestätigt. Eigentlich Anlass genug, die dafür ursächlichen Praktiken zu ändern. Doch das DKFW Deutsche Kinderförderwerk sieht das anscheinend anders. Eine Nachfrage von CharityWatch.de, was sich denn in der Zeit konkret geändert hat, ging sofort an eine Anwaltskanzlei und blieb dann unbeantwortet. Somit sollten Spender beim DKFW weiterhin sehr zurückhaltend sein. [mehr]

Tierschutzförderverein und andere

Konglomerat der Tierschutzvereine von Sigurd Tenbieg

02.06.2009 • Sigurd Tenbieg aus Kleve am Niederrhein ist - zumindest wenn es um seine Ämter geht - ein sehr aktiver Tierschützer. Er befindet sich im Vorstand von verschiedensten Vereinen. Neben dem Tierschutzförderverein e.V. sind das beispielsweise Südeuropäische Tierhilfe e.V., Tierheim-Tierhilfe e.V. oder Bund deutscher Tierfreunde e.V.. Alle haben gemeinsam, dass sie nicht besonders transparent sind. Zum Teil hat die ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier sogar Spendenverbote ausgesprochen. Aufgrund der begrenzten Zuständigkeit gelten diese jedoch nur für Rheinland-Pfalz. Dabei sollten Förderer und Spender durchaus bundesweit zurückhaltend sein. [mehr]

Humana People to People Deutschland e.V.

Kleidersammlung für Afrika ohne große Wirkung

20.05.2009 • Das Konzept klingt einfach und gut: In Containern werden gebrauchte aber noch gut erhaltene Kleidungsstücke eingesammelt. Bei der anschließenden Sortierung werden besonders gute Stücke an Second-Hand-Läden zum Verkauf gegeben. Ein Teil der Kleidung geht auch nach Afrika, zusammen mit dem Geld aus dem Verkauf von Gebrauchtkleidung. Doch diese Theorie wird bei Humana People to People e.V. nur bedingt umgesetzt. Die beiden mit der Sammlung und dem Verkauf beauftragten Firmen haben in 2007 weit mehr Gewinn erzielt, als der Verein insgesamt an Spendenaufkommen hatte. Konkret darauf angesprochen, hat Julia Breitenstein, Vorstand vom Humana-Verein, die bis dahin gepflegte Kommunikation abgebrochen. [mehr]

Logo: CreditreformVerband der Vereine Creditreform

In teilweise eigener Sache

Auskünfte von Creditreform sind nicht immer verlässlich

28.04.2009 • Wie viele Unternehmen hat sich auch CharityWatch.de kürzlich auf eine beim Verband der Vereine Creditreform e.V. eingeholte kostenpflichtige Auskunft verlassen. Doch leider war diese in zwei Punkten fehlerhaft. Da die betroffene Firma sofort anwaltlich gegen die Veröffentlichung von CharityWatch.de vorging, entstanden erhebliche Kosten. Unabhängig davon, dass die Korrektur eines eindeutigen Fehlers auch ohne Einschaltung von Anwälten sofort vorgenommen worden wäre, ist in diesem Zusammenhang die Reaktion des Verbandes der Vereine Creditreform e.V. von besonderem Interesse. Stefan Reyak von deren Rechtsabteilung schrieb in einer Stellungnahme sinngemäß, dass eine Auskunft bei Creditreform nicht ausreicht, um den journalistischen Anspruch an eine sorgfältige Recherche zu erfüllen! Damit sagt Reyak aber auch, dass Creditreform bei ihren Veröffentlichungen diese journalistischen Standards nicht erfüllt, sonst wäre sie ja als zitierbare Quelle geeignet. [mehr]

Nähret die Welt gGmbH

Spenden zur Deckung von Jahresfehlbeträgen

28.04.2009 • Die leider nur für Rheinland-Pfalz zuständige ADD Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion hat heute ein Spendensammlungsverbot für die „Nähret die Welt gemeinnützige GmbH“ bekannt gegeben. Nach einer Überprüfung durch die Behörde hat sich die gemeinnützige Gesellschaft verpflichtet, jegliche Sammlungsaktionen in Rheinland-Pfalz einzustellen. Zu den genauen Kritikpunkten schweigt allerdings die offizielle Pressemitteilung. Trotzdem sollten die bundesweit verschickten Spendenaufrufe zu Gunsten hilfsbedürftiger Menschen in das Altpapier geworfen werden. Das bestätigt auch ein Blick in den Jahresabschluss, den die Gesellschaft beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt hat. [mehr]

Madeleine Schickedanz KinderKrebs-Stiftung

Monatelange Hinhaltetaktik einer „Verarmten Milliardärin“

31.03.2009 • „Gesunde Kinder haben viele Wünsche. Krebskranke Kinder nur einen: zu leben!“ Dieser emotionale Ausspruch stammt aus einem Spendenaufruf der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz. Darin erzählt sie außerdem von ihren eigenen Ängsten, die sie durchlitt, während ihre Tochter an Krebs erkrankt war. Das Kind wurde geheilt. „Aus Dankbarkeit wollte ich damals etwas tun, damit kein Kind, keine Familie diesen fürchterlichen Alptraum mehr durchleiden muss.“ Schöne Worte, die sich bei einer der reichsten Frauen der Welt eigentlich auch in die Tat umsetzen lassen sollten. Eigentlich. Die von ihr ins Leben gerufene Stiftung spricht eine andere Sprache. 71 Prozent der Einnahmen aus Spendenmailings wurden 2006 gleich wieder als Ausgaben dafür verbucht. 71 Prozent, die weder in die Forschung, noch in Hilfsprojekte flossen. Viel mehr lässt sich über die Verwendung der Spendeneinnahmen angesichts der fehlenden Bereitschaft, Fragen zu beantworten, kaum schreiben. [mehr]

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