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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
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Verein Kinderhilfe e.V.

Löschung nach Sammlungsverbot

09.06.2010 • Durch einen Leserhinweis ist CharityWatch.de auf eine fragwürdige Sponsorensuche für Trösterteddys vom Verein Kinderhilfe aufmerksam geworden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier hat außerdem kürzlich für Rheinland-Pfalz ein Sammlungsverbot verhängt, das allerdings von der Behörde bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Auf Nachfrage bestätigte die Vorsitzende Gertraud Beißer das Sammlungsverbot und erklärte, dass die Löschung des Vereins bereits beim Notar veranlasst sei. Nur noch bis Ende der Woche werden Sponsorengelder akquiriert. Das erfolgt durch Telefonaktionen. Laut Beißer fallen dabei Akquisekosten von bis zu 40 Prozent an. [mehr]

List-Image: Frau mit BurkaVerschleierte Frauen und verschleierte Finanzzahlen
Bild: © rotoGraphics - Fotolia.com

Verein für Hoffnung der Zukunft e.V.

Menschenrechtsmissbrauch wird missbraucht

08.06.2010 • Für den Schutz von Menschenrechten im Iran gibt es unstrittig großen Bedarf. Wie gut diese Aufgabe allerdings der Verein für Hoffnung der Zukunft e.V. ausfüllt, ist schwer zu beurteilen. Auf Nachfrage war die Vorstandsvorsitzende Maryam Adigozal nicht bereit, vollständige Auskunft über die Verwendung der Spenden zu geben. Einer Bitte um Übersendung des letzten verfügbaren Jahresberichts mit Finanzzahlen wurde nicht entsprochen. Auch die Nachfrage nach den Kosten für ein sehr umfangreiches Rechtsgutachten von Prof. Dr. Winfried Hassemer wurde nicht beantwortet. Das bestätigt das kürzlich von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier verhängte Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz. [mehr]

OVB Medienhausstiftung

Einsichtig und transparent

08.06.2010 • Leider ist Transparenz bei gemeinnützigen Organisationen von Verlagen keine Selbstverständlichkeit. Namhafte Beispiele, die nicht ausreichend über die Verwendung der Spenden Auskunft geben, sind Bild hilft e.V. oder die RTL-Stiftung. Beide verweigern die Herausgabe von Finanzzahlen. Die RTL-Stiftung lebt dieses zweifelhafte Gebaren sogar, obwohl sie das DZI-Spendensiegel trägt. Ganz anders ist OVB Medienhausstiftung aus Rosenheim. Sie hat absolut transparent über die Geldeingänge und Ausgänge informiert. Bei kleineren Kritikpunkten zeigte sich Oliver Döser sehr einsichtig und hat Besserung gelobt. [mehr]

List-Image: Flughafenverein_MUCHilfsgüter für Haiti
Bild: Flughafenverein München

Flughafenverein München e.V.

„Mit Sicherheit für eine gute Sache“

31.05.2010 • Vor 14 Jahren gründeten Mitarbeiter und Freunde vom Münchner Flughafen einen eigenen Verein. Seine Stärken kann er vor allem bei Katastrophenfällen ausspielen. Denn der tägliche Kontakt mit Fluggesellschaften und vielen Unternehmen wird genutzt, um ganz schnell Hilfsleistungen zu organisieren und auf den Weg zu bringen. Im Falle des Erdbebens in Haiti startete nur wenige Tage später ein Flugzeug mit drei Tonnen Hilfsgütern und sechs Helfern. Drei davon waren vom Dienst freigestellte Feuerwehrleute. Neben solchen Spontanhilfen engagiert sich der Flughafenverein München für hilfsbedürftige Kinder im In- und Ausland sowie für in Not geratene Menschen aus der Region München/Erding. Seinem Motto „mit Sicherheit für eine gute Sache“ wird er absolut gerecht, wie auch der Blick in die absolut transparent offen gelegten Finanzzahlen zeigt. [mehr]

List-Image: Ecosia HomepageStartseite von ecosia.org
Bild: www.ecosia.org

Suchmaschine Ecosia.org

Spenden an WWF durch Internetsuchanfragen

25.05.2010 • Das World Wide Web bietet sehr Vieles, man muss es nur finden. Ohne Suchmaschinen wie Google, Yahoo und Co. ist das allerdings fast unmöglich. Christian Kroll aus Wittenberg betreibt ebenfalls drei Suchmaschinen. Allerdings mit einem großen Unterschied: Die Erträge aus den Suchanfragen werden zum großen Teil für den Schutz der Regenwälder eingesetzt. Dabei hat ein Sucher nicht einmal Nachteile – im Gegenteil. Kroll arbeitet mit Bing, Google und Yahoo zusammen. Die Ergebnisse sind also identisch mit den direkt dort gestellten Anfragen. In Sachen Datenschutz ist ein Sucher allerdings durch den „Umweg“ über Kroll’s Suchmaschinen besser gestellt. Eine wirkliche Empfehlung in Verbindung mit der guten Tat. [mehr]

WC Weltpflegehilfe gGmbH

Erlaubte Geschäfte mit sich selbst

19.05.2010 • Die 2008 gegründete WC Weltpflegehilfe gGmbH zählt nicht zu den gewöhnlichen gemeinnützigen Organisationen. Mit „c/o Schmitz Knoth Rechtsanwälte“ wird als „Gesellschaftsräume“ eine noble Adresse in Berlin angegeben. Geschäftsführer und Gesellschafter sind drei im US-Staat Kalifornien lebende Personen, die mit der Gründung ebenfalls diese Sozietät beauftragt haben. Ein eigener Internetauftritt ist nicht zu finden. In der Kanzlei nachgefragt, wurde der am Bonner Standort tätige Rechtsanwalt Dr. Carsten Veenker als Ansprechpartner benannt. Allerdings war er auf Nachfrage nicht bereit, einen Finanzbericht zu den Einnahmen und Ausgaben zur Verfügung zu stellen. Da damit die Verwendung der Gelder nicht nachvollziehbar ist, kann von Spenden an die gemeinnützige GmbH nur abgeraten werden. [mehr]

List-Image: HFK BettelbriefAuf der Rückseite des Bettelbriefes steht: "Leben schenken zu Weihnachten!"

HFK Krebsallianz gGmbH

Staatsanwaltschaft prüft Spendenverwendung

07.05.2010 • Vor fast zwei Monaten hat die Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei geht es um den Verdacht der zweckwidrigen Verwendung von Spendengeldern, da ein Großteil der Einnahmen für Verwaltung und Werbung aufgewendet wurde. Der mit der Interessenvertretung von HFK Krebsallianz beauftragte Dr. Guido Plassmeier, Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Schmitz Knoth, ist zuversichtlich, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen „in der Sache abgewendet werden können“. Doch was unabhängig von den Ermittlungen und deren strafrechtlich noch völlig offenen Ergebnisse schon heute fest steht, sind heftige moralische Vorwürfe an die Organisation. Denn das Geld der Spender fließt laut Jahresbericht 2008 nur zu Bruchteilen in Projekte. [mehr]

List-Image: MelonenkinderDiese Kinder profitieren vom Ehepaar Gimmel
Bild: Projekthilfe Südostasien

Projekthilfe Südostasien e.V.

Viel Einsatz aber unkontrollierbare Bargeldtransfers

06.05.2010 • Südostasien ist eine von Krisen, Kriegen und Armut gezeichnete Region. Besonders hart davon betroffen sind Länder wie Vietnam und Myanmar (früher Burma). Ein Ehepaar aus Werne versucht mit Hilfe von zwei Mönchen einigen Waisenkindern wieder ein Leben und Perspektiven zu geben. In einer Welt jenseits von Internet und Coca-Cola werden die Spendengelder ohne Abzug von Verwaltungs- oder Reisekosten an die Kinderheime gegeben. Jedoch ist die Geldübertragung nach Burma in Bar zu unkontrollierbar für eine Spendenempfehlung. Vorstand Bruno Gimmel sieht derzeit allerdings keine andere Möglichkeit, weil Überweisungen nach Burma verboten sind. [mehr]

Ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V.

Nicht ausgereifte Mikrokreditvergabe

04.05.2010 • Mikrokredite sind hervorragend dazu geeignet, um Menschen in armen Ländern einen Start in die eigene Existenz zu ermöglichen. Togo gehört zu den ärmsten und gleichzeitig auch zu den korruptesten Ländern der Welt. Genau dort hilft die Organisation ana yi africa – Brücken nach Afrika e.V. seit mittlerweile vier Jahren. Allerdings lassen die Strukturen des Vereins und die teils fragwürdige Verrechnung von Reisekosten keine Empfehlung zu. [mehr]

List-Image: KleidersammlungIn Rosenheim wurden kürzlich Altkleider gesammelt
Bild: Dr. Susanna Berndt

Quo Vadis Vereinte Jugend- und Altenhilfe e.V.

Erlaubte In-Sich-Geschäfte

03.05.2010 • Satzungsgemäßer Zweck des Vereins ist die Förderung der Altersabsicherung in Deutschland lebender älterer beziehungsweise alter Menschen. Jedoch hat die als gemeinnützig anerkannte Organisation vor allem durch dubiose Kleidersammlungen auf sich aufmerksam gemacht. Darauf hingewiesen und zu Präventionsmitteln gefragt, wurde CharityWatch.de mitgeteilt, dass es nicht nötig wäre die Sammelunternehmer genauer zu überprüfen. Ein schriftlicher Fragenkatalog zum Verein wurde telefonisch nur ungenügend und schriftlich gar nicht beantwortet. Einer Bitte um Übersendung eines Jahresberichtes wurde nicht entsprochen, mit der Begründung, es hätte „keinen Sinn“. [mehr]

CharityWatch.de
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