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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
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Logo: Deutsche KrebshilfeLogo Deutsche Krebshilfe e.V.

Deutsche Krebshilfe e.V.

168.000 Euro für ein Foto-Shooting

02.09.2010 • Der Kampf gegen Krebs ist eine der größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Die im vergangenen Jahr 35 Jahre alt gewordene Deutsche Krebshilfe leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Trotzdem und gerade deshalb sind Ausgaben für ein Foto-Shooting in Höhe von 168.000 Euro höchst fragwürdig. Sie widersprechen auch der Selbstverpflichtung der Deutschen Krebshilfe, die sich beim Einsatz der Spendenmittel der „Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit“ verschrieben hat. [mehr]

Watoto e.V.

Ein gelungenes Schulprojekt in Kenia

20.08.2010 • Watoto ist ein Schulprojekt in Kenia, das sich transparent und informativ dem Spender zuwendet. Alle Entwicklungen, Updates und Finanzauflistungen lassen sich leicht nachvollziehen und im Newsletter nachlesen. Stefan Wentzel und seine Frau Mekaela leben seit Jahren im kenianischen Ukunda und kümmern sich vor Ort um die Projekte. In Deutschland wird der Verein vertreten von der Vorsitzenden Cordula Jacob. Seit 2008 führt Watoto e.V. - Mekaela Academies das vom DZI Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen vergebene Spendensiegel. [mehr]

List-Image: Logo Deutsches SpendenparlamentDas Logo erinnert an eine parlamentarische Sitzordnung
Bild: Deutsches Spendenparlament

Deutsches Spendenparlament e.V.

Merkel und Kerner loben zweifelhafte Initiative

16.08.2010 • Was haben Angela Merkel und Johannes B. Kerner gemeinsam? Beide loben das Deutsche Spendenparlament – zusammen mit anderen Persönlichkeiten. Dabei hat dieses nichts mit dem Bundestag oder einer anderen parlamentarischen Einrichtung zu tun. Es geht um den parlamentarischen Gedanken, dass die Spender selbst über die Verwendung ihrer Gelder abstimmen dürfen – zumindest ab einer Summe von 1.000 Euro. Doch das könnten Sie auch gleich direkt tun und nicht über den Umweg eines Vereins, der erhebliche Kosten produziert. In 2008 verschlangen die Verwaltung, Geschäftsführung und der Mittelerwerb stolze 40,7 Prozent der Gesamtausgaben. Keine empfehlenswerte Kostenquote. Trotzdem ist der von Dieter Brübach geleitete Verein Mitglied im Deutschen Spendenrat und anderen Dachverbänden. Fernsehmoderator Johannes B. Kerner findet das Deutsche Spendenparlament generell für „sehr unterstützenswert“. Bundeskanzlerin Angela Merkel lobt das „Kompetenzgremium für gute Taten“, das es bei einem genaueren Blick nicht wirklich gibt. [mehr]

List-Image: BraunbärGlückliche Bären in Anholt
Bild: International Bear Federation

International Bear Federation Deutschland e.V.

Ein Zuhause für neun Raubtiere

09.08.2010 • Nicht alle Mitglieder des Deutschen Spendesrates leben die Transparenz, zu der sie sich durch ihre Mitgliedschaft verpflichtet haben. Bei der International Bear Federation ist das allerdings anders. Sie ist absolut transparent und informiert Spender umfangreich auf ihrer Website. Das Hauptprojekt – ein Bärenwald in Anholt – ist echter Tierschutz für die auf menschliche Hilfe angewiesenen Raubtiere. Der Spender kann selbst den Park besuchen und live erleben, wofür seine Gelder ausgegeben werden. Und das Geld kommt wirklich bei den Tieren an: Mit knapp über zehn Prozent sind die Ausgaben für Verwaltung und Werbung moderat. [mehr]

RIFF Kinder-Leukämie-Hilfe e.V.

Spenden für den Insolvenzverwalter

06.08.2010 • Seit Anfang 2010 ist der in Solingen ansässige Verein RIFF Kinder-Leukämie-Hilfe zahlungsunfähig. Im Februar hat das Amtsgericht Wuppertal das Insolvenzverfahren eröffnet. Trotzdem wird aktuell immer noch um Kleiderspenden und sogar um Geldspenden geworben. Ein Leser von CharityWatch.de übermittelte einen entsprechenden Aufruf. Doch was passiert mit dem Geld? Insolvenzverwalter Robert Fliegner erklärt dies sehr eindeutig: „Einnahmen dienen nur noch der Befriedigung der Gläubiger. Eine satzungsgemäße Weiterleitung von Spenden an Vereine, die Leukämie-Kranke unterstützen, wird nicht mehr erfolgen.“ Deshalb war er sehr interessiert an dem angegebenen Spendenkonto. Denn es handelt sich nicht um das Anderkonto, über das eigentlich die Zahlungen seit Insolvenzeröffnung abgewickelt werden. [mehr]

List-Image: Logo International Childrens FundDas Logo von International Children's Fund

International Children’s Fund

Zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt

29.07.2010 • Sehr zweifelhaft arbeitet seit vielen Jahren der eingetragene Verein International Children’s Fund (ICF) mit Sitz in Frankfurt. Vor einigen Jahren wurde ihm allerdings vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit aberkannt. Darauf hin hat der Vorstand Dr. David Bruenning aus Wisconsin/USA eine gemeinnützige GmbH mit dem gleichen Namen gegründet. Hier profitiert Bruenning offenbar von der Lücke im Gemeinnützigkeitsrecht, wonach in den ersten Jahren die Kriterien des Finanzamts noch lockerer sind als in den späteren Jahren. Wohl auch deshalb hat nun die Staatsanwaltschaft Hannover die Ermittlungen aufgenommen. [mehr]

List-Image: Indische FrauenAusgegrenzte Frauen in Indien
Bild: Indien-Nothilfe e.V.

Indien-Nothilfe e.V.

Hoffnung für benachteiligte indische Frauen

26.07.2010 • Eine schwere Erkrankung auf einer Urlaubsreise in Indien war 1994 Auslöser für die Gründung des Vereins Indien-Nothilfe. Seit dem engagieren sich Karin Demuth und ihr Ehemann Walter Lück als Vorstandsvorsitzende und stellvertretender Vorsitzender. Karin Demuth hat später sogar ihren Job als Büroleiterin der Gutachterkommission bei der Ärztekammer Nordrhein aufgegeben, um sich ganz der ehrenamtlichen Arbeit für den Verein zu widmen. Zwischenzeitlich ist auch ihr Ehemann pensioniert, so dass der Verein zur Berufung für beide wurde. Gehälter oder Aufwandsentschädigungen gibt es nicht. Sogar Kosten für Projektreisen werden von den beiden privat getragen. Entsprechend dieser Einstellung werden die Verwaltungs- und Werbekosten mit 1,7 Prozent (2008) beziehungsweise 3,8 Prozent (2009) auf einem extrem niedrigen Niveau gehalten. [mehr]

Mutter Teresa Kinderhilfswerk e.V.

Mogelpackung mit päpstlichem Segen

20.07.2010 • Große Sprüche gehören zum Programm: „Das Mutter Teresa Kinderhilfswerk e.V. ist in der ganzen Welt für seine Fürsorge und Nächstenliebe im Dienste der Armen bekannt und geschätzt.“ Dabei hat dieser höchst zweifelhafte Verein keinerlei Verbindung zu den gemeinnützigen Missionen in Kalkutta, in denen die echte Mutter Teresa zu Lebzeiten wirkte. Trotzdem hat Dr. Sajan George Kavinkalath, Vorstandsvorsitzender vom Mutter Teresa Kinderhilfswerk e.V. (MTK) sogar eine Audienz bei Papst Benedikt XVI erhalten: „Im Oktober 2005 wurde ich im Vatikan zu einem Treffen mit Papst Benedict XVI eingeladen, um den Segen des Papstes für die Arbeit der MTK im Dienste hilfsbedürftiger und notleidender Kinder zu erhalten.“ Damit der seriöse Anstrich auch wirkt, wird gerne ein Foto von der Übergabe eines Mutter-Teresa-Posters von Kavinkalath an den Papst gezeigt. [mehr]

List-Image: TrösterteddyTeddybären sollen schmerzen lindern
Bild: Stefan Loipfinger

Trösterbären von Kinderhilfe

Das Geschäft kann weiter gehen

12.07.2010 • Nur in einer Kurzmeldung wurde über die sehr zweifelhaften Methoden des Vereins Kinderhilfe e.V. berichtet, da laut der Vorsitzenden Gertraud Beißer ohnehin bereits die Löschung beim Notar veranlasst wurde. Allerdings lag schon damals der Verdacht nahe, dass dies nicht das Ende der Sponsorensuche für Trösterteddys ist. Leserinnen und Leser wurden aufgefordert, Hinweise auf neue Aktivitäten zu geben. Und die kamen auch. Fast nahtlos weiter macht nun die Kinderhilfe GmbH in Gründung mit Gertraud Beißer als Geschäftsführerin und Manfred Beißer als Gesellschafter. Damit wird nun endlich klar, worum es geht: Geld verdienen mit der „guten Sache“. [mehr]

List-Image: Urteil LG DüsseldorfAmtlicher Kopf des Urteils

Ustinov-Stiftung

Spenden für Gerichtskosten verschwendet

08.07.2010 • Im Namen des Volkes hat das Landgericht Düsseldorf vor einigen Tagen ein Urteil gegen die Ustinov-Stiftung gesprochen (Aktenzeichen 12 O 159/10). Dabei ging es um ein völlig „überflüssiges“ Rechtsverfahren, in dem die Stiftung eine einstweilige Verfügung gegen einen Bericht von CharityWatch.de erwirken wollte. Das interessante daran: Die Veröffentlichung liegt schon über ein halbes Jahr zurück. Es wurde über Ermittlungen gegen die Stiftung berichtet. Diese hat die Staatsanwaltschaft allerdings zwischenzeitlich eingestellt. Obwohl CharityWatch.de sogar einen Nachtrag mit dem Hinweis auf Einstellung der Ermittlungen ergänzte, hat die Stiftung „klagewütig“ tausende von Euro Spendengeld für einen Rechtsstreit verschwendet. [mehr]

CharityWatch.de
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